Startseite · Verein · Vereinsgeschichte · Anfahrt · Impressum   -   06. 09. 2010
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TSV Uhlbach - 1 FV Stuttgart 1896 4-4
AuswärtsspielDie launische Diva von der Waldebene Ost

Nach der herben 0-5 Heimniederlage der Vorwoche durfte man gespannt sein, wie sich die Mannschaft von 1896 beim gut aufgelegten TSV Uhlbach präsentieren würde. Die Abwesenheits- bzw. Verletztenliste las sich mit Ebert, Guimaraes, Djakovic, Alami M., Gezici S., Erkul, Breimeier, Oguz und Tipsios fast wie eine Startaufstellung. Trainer Sudgi Azem wusste dies zu nutzten und gab A- Jugendtortwart Auerbach und Jungverteidiger Würth eine Chance bei der ersten Mannschaft hineinzuschnuppern.

Uhlbach kam sofort gut in die Partie und zwang Auerbach schon nach 15min zu einer Fußabwehr. Der zweite Ball landete allerdings bei den Gastgebern und schon stand es 1-0. Kurz darauf wieder die Gastgeber, mit einem schönen Schuss aus 16 Metern, der knapp am linken Pfosten vorbeizischte. Und gleich wieder die Uhlbacher, diesmal über die linke Seite. Der pfeilschnelle Flügelspieler ging schön auf die Grundlinie, spielte den Ball in den Rücken der Abwehr und siehe da: 2-0. Auf Zuschauerseite rechnete man schon mit einem Debakel.
Dann besannen sich die Mannen von Trainer Azem und begannen damit Fußball zu spielen. Nach gut einer halben Stunde, eine schöne Balleroberung per Kopf auf Höhe der Mittellinie von Ciuffreda, anschließender Doppelpass auf dem rechten Flügel mit ColoColo und schöne Hereingabe des Italieners, die leider nicht verwertet wurde. Dies war so etwas wie der Vorbote für ereignisreiche 3 Minuten.
Wie bei einer launischen Diva die man nur dann zur Höchstform aufläuft wenn sie es für richtig hält, meinten nun auch die Gäste es sein an der Zeit klare Verhältnisse zu schaffen und begannen zu zaubern.
36-38 Minute: Reinhardt schnappte sich den Ball im Mittelfeld und spielte mit einem genialen, öffnenden Pass Karaoglan im Strafraum frei. Dieser stand alleine vor dem Torwart, bewahrte aber Ruhe und Übersicht und spielte quer zu Kosterin der ins leere Tor einschob 2-1. Sekunden darauf machte sich Kosterin auf in Richtung Uhlbach Gehäuse, mit einem letzten Abwehrspieler vor sich, revanchierte er sich mit einem unglaublichen Zuspiel bei Karaoglan, der den Ball am Heimkeeper vorbei zum 2-2 einschoss. Wiederum Sekunden später ein langer Ball vom rechten Flügel an den Strafraum zu Reinhardt. Eigentlich nicht wirklich gefährlich, aber der Ballvirtuose kontrollierte den Ball mit zwei Gegnern im Rücken und spielte dann mit einem unglaublichen Hacketrick Kosterin frei, der den Ball aus 16 Metern unter die Latte hämmerte 2-3.
Kurz vor der Pause rettete Auerbach mit einem Superreflex die Gästeführung in die Pause. In der Halbzeit ersetzte Würth für verletzten ColoColo.
1896 jetzt im Schongang. Uhlbach dankte und glich aus. Die schnellen Stürmer kreuzten, Solombrino zwar am Mann, aber Torwart Auerbach war aus seinem Tor geeilt und so war es ein Leichtes für den Stürmer den Ball einzuschieben: 3-3. Nun schalteten die Gäste wieder einen Gang hoch. Langer Abstoß, weit auf den linken Flügel. Der Ball schien die Außenbegrenzung des Spielfeldes zu überqueren, aber Kosterin kontrollierte das Spielgerät, spielte auf Reinhardt und startete in den Strafraum. Reinhardt verzögerte kurz und spielte dann einen weiteren Traumpass in den Lauf von Kosterin, welcher den Ball aus halbrechter Position ins lange Eck beförderte. 3-4
Nun schalteten die Gäste wieder zwei Gänge runter. Und siehe da, Uhlbach glich aus. Nach einem Angriffszug über die linke Seite, welchen Auerbach gut parierte, bekamen die Gäste den Ball nicht aus dem Strafraum. Die Hausherren stießen alles im Strafraum um was eine 1896- Trikot trug und köpften zum 4-4 ein. Wenig später nochmals die Hausherren mit einem Pfostenknaller und dann verweigerte ihnen der Schiedsrichter einen möglichen Elfmeter.
In Minute 75 eine gute Torchance für Karaoglan, der aber kraftlos am Strafraum ankam und keinen koordinierten Schuss mehr zustande brachte. Ebert als Feldspieler für Masloum. Und eben Ebert tankte sich in der 90 Minute in Richtung Strafraum durch und hat die letzte Chance des Spiels. Der Ball ging allerdings am Tor vorbei.

Fazit: 1896 ist genauso launisch wie Aprilwetter im Mai. Wenn die Mannschaft Gas gibt, spielt sie Sonnenschein und wenn sie in den Schongang schaltet, ruft sie sämtliche Formen an Schlechtwetter ab.

Aufstellung: Auerbach – Ciuffreda, Solombrino, Al-Aradi, Bormuth © - ColoColo (45. Würth), Eduardo, Reinhardt, Karaoglan – Masloum (80. Ebert) - Kosterin
Trainer: Azem

Tore: 1-0 (15.), 2-0 (25.), 2-1 (36. Kosterin), 2-2 (37. Karaoglan), 2-3(38. Kosterin), 3-3 (50.), 3-4 (55. Kosterin), 4-4 (70.)
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3 Ermis 24 44 53:25 +28 13 5 6
4 Zazen 24 42 57:39 +18 13 3 8
5 TBUnt 24 41 61:33 +28 12 5 7
6 TSV U 24 33 47:43 +4 9 6 9
7 SVV2 24 32 51:50 +1 9 5 10
8 FV 96 24 31 61:63 -2 9 4 11
9 Stein 24 26 42:71 -29 7 5 12
10 Rohr2 24 24 38:57 -19 7 3 14
11 MFC S 24 22 42:66 -24 6 4 14
12 BaSpS 24 21 27:81 -54 6 3 15
13 07Stg 24 18 32:78 -46 5 3 16
Fussballerweisheit
Jörg Wontorra:
De Michelis spricht sich "De Mitschelis", meine Damen und Herren, also mit scharfem "tsch" wie in "Schule".